Das Haus in Montevideo

Der untadelige Professor Traugott Hermann Nägeli lebt mit seiner Frau Marianne und seinen zwölf Kindern in einer Kleinstadtidylle. Als die älteste Tochter Atlanta von Nägelis verstorbener Schwester ein Haus in Montevideo erbt, ist der moralisch integre Professor zunächst gar nicht erbaut – war seine Schwester doch das schwarze Schaf der Familie. Sie war schwanger geworden ohne verheiratet zu sein. Dank den Überredungskünsten des Pfarrers, gelingt es schliesslich, Familie Nägeli zu einer Reise nach Montevideo zu bewegen, damit Atlanta die Erbschaft antreten kann.
In Montevideo jedoch geraten die Moralvorstellungen der Nägelis vollends ins Wanken, als sie vermuten, dass sich hinter dem Haus der Toten ein zwiespältiges Etablissement verbirgt. Mit der Erbschaft ist auch ein Betrag von 750‘000 Franken verbunden, der den Professor mit dem Lebenswandel seiner Schwester versöhnt. Doch an diese Erbschaft ist eine Bedingung gebunden: In Nägelis Familie muss sich innerhalb einer bestimmten Frist die gleiche moralische Entgleisung ereignen, für die er einst über seiner Schwester den Stab gebrochen hatte.